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Umfrageresultate 2012 - Drei Fragen an Schweizer in Tschechien


Umfragen – das ist ein wichtiges Instrument der heutigen Meinungsforschung, das aus keinem, sowohl gedruckten als auch digitalen Medium mehr wegzudenken ist.

Auch wir sind diesem Trend unterlegen und bringen unseren Teil dazu bei.  Die Umfrage war anonym und darum versuchen wir als Hobbypsychologen aus den knappen und ohne jeglichen Druck, während unseres gemütlichen Monatstreffs abgegebenen Antworten, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Hier präsentieren wir jetzt dem breiten Publikum die Resultate unserer Arbeit.

Es gab drei Fragen zu beantworten:
  1. Wie lang lebst du schon in der Tschechischen Republik?
  2. Dein schönstes Erlebnis während dieser Zeit?
  3. Dein schlechtestes Erlebnis während dieser Zeit?

Die Auswertung:

Punkt 1 - Wie lang lebst du schon in der Tschechischen Republik?
Wir haben unter uns sowohl absolute Grünschnabel mit 3-monatiger Anwesenheit, als auch definitive Veteranen mit 19 Jahren Pragaufenthalt in den Knochen. Dementsprechend gross ist auch die Altersspannweite in unserem Schweizerclub. Es ist erfreulich und wir sind stolz darauf, dass Leute mit so verschiedenen „abgedienten“ Zeiten regelmässig zusammenkommen, um sich mit Kollegen in inspirierenden Gesprächen auszutauschen.

Punkt 2 - Dein schönstes Erlebnis während dieser Zeit?
Bei dieser Frage zeigt sich ein ganz klarer Trend. Während unsere „Frischlinge“ sofort wissen,
was für sie das schönste Erlebnis war, zum Beispiel die Begegnung mit einem Falken auf dem eigenen Balkon der zentrumsnahen Wohnung in der Millionenstadt, oder die sportlichen Begegnungen mit Gleichgesinnten, sowie die Erkenntnis: "Ich habe gewusst, dass  es mir gefallen wird, nur bin ich überrascht worden, dass es mir noch mehr gefällt, als ich erwartet  habe", tendieren die Antworten der älteren Garde in die Richtung: „Es war so viel Schönes, man kann es alles gar nicht behalten“.

Punkt 3 - Dein schlechtestes Erlebnis während dieser Zeit?
Da sind wieder die altbekannten Übeltäter auf die Tapete gekommen: Buschauffeur der berühmt-berüchtigter Linie 135, der so fährt, das die Passagiere fast reif für einen Spitalaufenthalt werden; 8 Stunden anstehen bei der Fremdenpolizei, um nicht an die Reihe zu kommen und wenn doch, dann fehlt auf irgendeinem Formular eine Unterschrift; oder die öffentlichen WC-Anlagen, die in vielen Fällen eine Zumutung sind. Aber auch - und das ist besonders zu Unterstreichen – „habe keine negative Erlebnisse“.

Zusammenfassung: Und da kommt die erste psychologische Erkenntnis, die wichtigste menschliche Eigenschaft – das Schöne zu bewahren, und das Schlechte auszublenden - voll zum tragen und macht uns zu kontaktfreudigen, angenehmen Zeitgenossen, mit denen man sich gerne trifft.

Wir werden unsere Umfrage in einem Jahr wiederholen, um zu sehen, ob und wie sich der Sichtwinkel der Respondenten verschoben hat und werden darüber wieder auf unserem Blog
berichten.

Geschrieben von:
Petr Menousek 
Hobbypsychologe :-)

Kommentare

  1. Petr, das hast Du wirklich treffend und schön zusammengefasst.
    Danke :-)

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