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Weihnachtsbummel mit Daniela

Ich habe mir lange, nein, sehr lange überlegt, ob ich tatsächlich meine grauen Hirnzellen für die fast ausschliesslich nicht-teilnehmenden Mitglieder des swissclub.cz aktivieren und zu einem „literarischen Meisterwerk“ in Form eines Berichtes über diesen Anlass komprimieren soll und damit die „Abstinenzler“ quasi noch für deren Fernbleiben zu belohnen!
Dass ich mich letztlich doch noch – wenn auch mit einiger Verspätung – dazu durchgerungen habe, ist einzig und alleine als Referenz an unsere wiederum hervorragende „Reiseleiterin“ Daniela zu verstehen!
Gerade mal 5 (in Worten: fünf) Mitglieder fanden sich am 18. Dezember letzten Jahres am vereinbarten Treffpunkt vor dem OC Palladium ein. Zwar waren 2 krankheitsbedingte kurzfristige Abmeldungen und 1 unbeabsichtiges „Forfait“ aufgrund eines familieninternen „Planungsfehlers“ zu beklagen, aber auch 8 Teilnehmende wären immer noch eine der Qualität des Anlasses niemals gerecht werdende Anzahl gewesen!

Liebe Leserinnen und Leser, wusstet Ihr eigentlich, dass:
  • am OC Palladium eine Gedenktafel von Josef Kajetan Tyl, dem Texter der tschechischen Nationalhymne „Kde domov muj“, hängt?
  • das Mosaik über dem Portal des Prager Gemeindehaus (Obecni Dum) „Apotheosa Prahy“ heisst und von Karel Spillar stammt?
  • 2019 das Motto der Prager Weihnachtsbeleuchtung ENGEL waren?
  • 2019 der Wenzelsplatz (erstmalig) in ständig wechselnder farbiger Beleuchtung erstrahlte?
  • Lebkuchen ursprünglich aus Klosterbäckereien stammten und als Fastenspeisen dienten?
  • der grösste Kronleuchter Europas dem Vernehmen nach in einem Geschäft an der Pariserstrasse (Parizka) hängt?
  • die weihnachtlichen Räucherkegel in CZ „Frantisek“ heissen und nach Weihrauch duften?
  • in der Passage des Slovansky Dum ein Werk des russischen Malers Yuri Gorbatschev hängt?
  • das Haus „U Rotta“ am Kleinen Ring (Male namesti) die berühmteste Metallwarenhandlung Prags war?
  • 2019 der Weihnachtsbaum auf dem Altstätter Ring (Staromestska namesti) von einem Privatgrundstück im nordböhmischen Ort Semily, Kreis Reichenberg (Liberec), stammt und für den Transport von den Holzfällern von ursprünglich 29 (eine andere Quelle sagt 25) auf 22 Meter gekürzt werden musste?
Nein?? Dann wisst ihr es jetzt!! Und zwar nur deshalb, weil Daniela uns Teilnehmenden diese Geheimnisse auf ihrer wiederum äusserst interessanten und lehrreichen Führung durch das in weihnachtlichem Glanz erstrahlende Prager Zentrum verraten hat!

Die Route des unterhaltsamen Spaziergangs könnte ich zwar auch verbal beschreiben, aber viel mehr als 1000 (oder auch nur 100) Worte können bekanntlich Bilder aussagen, weshalb ich allen Leserinnen & Lesern empfehle, die Fotos zum Bericht und die gesamte Fotogalerie zu konsultieren.

Zum Abschluss der Führung stellten wir uns wie üblich zum Gruppenbild vor der imposanten Fichte auf dem „Staromak“ auf, um uns anschliessend ebenso üblich bei einem gemütlichen Umtrunk in einer Schenke aufzuwärmen.

Dass die Lokalsuche dieses Mal etwas mehr Zeit beanspruchen würde, da ausgerechnet das zuerst aufgesuchte spanisches Lokal keinen einzigen Tropfen Rotwein auszuschenken in der Lage war, war allerdings alles andere als üblich. Immerhin kam der Autor dieses Berichtes dadurch in den Genuss des besten Glühweins (Svarene vino), den er je in Tschechien getrunken hat!
Daniela, du hast uns einmal mehr eine grosse Freude bereitet mit Deinem geführten Weihnachtsbummel durch die „Goldene Stadt“. Dafür danke ich Dir – auch im Namen von Zdenka, Alexandra, Werni und Stephan – ganz herzlich, verbunden mit der Hoffnung, dass ich mich bei Dir mit diesem Bericht einigermassen rehabilitieren konnte für die – zumindest für Deinen Geschmack - etwas gar sportliche letztjährige Story!😊

Berichterstatter und Fotos: Röby

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